Der Anfang

Depressionen

„Depressionen verstehen, überwinden und besiegen“

Depressionen spielen sich im Verborgenen ab. Sie gehören zur dunklen Seite des Lebens. Oft sind sie von außen nur unscharf wahrnehmbar. Selbst schwere Leidensformen können übersehen werden. Wer aber das drückende Gewicht von Depression erfahren hat, weiß um die Macht und wird sich zur Wehr setzen wollen.

Das Problem ist jedoch häufig, dass depressive Menschen an der falschen Stelle nach einer Lösung für diese außergewöhnliche Belastung suchen. Dann setzt ein Kreislauf in Gang, durch den die ursprünglich vorübergehende Depression zu einem Dauerzustand wird. Das alles muss nicht sein.

Im Unterschied zur uns gewohnten Denkweise werden in der systemischen Welt, Symptome z.B., die einer Depression zuzuordnen sind, in einem ganzheitlichen Kontext betrachtet. Systemisch spreche ich nun nicht von Störung oder Krankheiten, sondern von Mustern.
Wenn man von Störung oder Krankheit spricht ist man bemüht, die Ursache für die Krankheit herauszufinden, weil man glaubt, dass die Krankheit erst richtig verstanden werden kann, wenn man die Ursache erkennt.

Eine Depression ist nicht nur ein individuelles, sondern in der Regel auch ein zwischenmenschliches Geschehen. Als traumatisches Leiden fordert es Hilfe und unterstützende Begleitung heraus. Als leib-seelische Blockade löst es Verunsicherung aus. Die Herausforderung besteht nicht zuletzt darin, mit zwiespältigen Botschaften zu Recht zu kommen und eigene Ohnmachtsgefühle auszuhalten und überwinden zu lernen.

Die Symptome einer depressiven Störung können sich in verschiedenen Bereichen des menschlichen Erlebens und Verhaltens zeigen:

• Sie haben eine gedrückte Stimmung
• Sie fühlen sich niedergeschlagen
• Sie sind mut- und hoffnungslos
• Sie haben Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit
• Sie können nichts genießen
• Sie sind im allgemeinen lustlos
• Ihrem Umfeld zeigen sie ein Desinteresse
• Sie haben ein mangelndes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
• Sie haben Zukunftsängste
• Sie sind antriebslos und haben mangelnde Energie
• Sie ziehen sich von sozialen Aktivitäten zurück
• Sie haben Schlafstörungen
• Sie haben einen verminderten Appetit

Der lateinische Begriff deprimiere“ bedeutet. „herunter- niedergedrückt“ und weist in dieser ursprünglichen Bedeutung auf eine Beeinträchtigung psychischer Funktion hin. Der Kreislauf der Depression macht die Verflechtung von Denken-Fühlen-Handeln und körperlichem Befinden in depressiven Episoden deutlich.

In der Therapie erarbeiten Sie sich Möglichkeiten, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Sie erhalten notwendiges Handwerkszeug, um erneuten depressiven Episoden entgegen zu treten und erleben einen Zuwachs an Lebensfreude und Energie.

Depressionen in der Partnerschaft

Depressionen im Erwachsenenalter sind oft eng mit Partnerschaftsprozessen verbunden (Brown u. Harris, 1978 ).

Durch die Abfolge von:
- Rückzug
- gehemmter Kommunikation
- Anwachsen der Spannungen
- Streit

kann sich der Rückzug selbst aufschaukeln.

Für Ehepartner, die die Qualität ihrer Ehe sehr unterschiedlich einschätzen, Konflikte vermeiden und zugleich uneindeutig miteinander interagieren, ist die klinische Rückfallwahrscheinlichkeit, des depressiv diagnostizierten Partners, höher (Backenstrass et.al. 2001).

Aus systemischer Sicht ist eine Paartherapie bei einer Depression dann besonders erfolgsversprechend wenn:

- die Eheprobleme zeitlich vor der Depression auftraten
- wenn paarbeziehungsunabhängige individuelle Probleme nicht im Vordergrund stehen

Wenn Sie hierzu noch Fragen haben oder einen Termin in meiner Praxis vereinbaren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt auf.

Depressionen versus Aufmunterung